Mit „Wünsche werden wahr“ nochmal ans Meer fahren

Für Monika Zellmer war das Meer ein lebenslanger Kraftort – verbunden mit glücklichen Erinnerungen an ihre Hochzeitsreise, kleine Auszeiten und dem Gefühl, einfach durchzuatmen. Als das Hospiz Anavena mit ihrem Wunsch, noch einmal ans Meer zu reisen, an uns herantrat, haben wir diesen gerne erfüllt.

Das Ziel war die Nordsee, wo sie mit ihrem Mann im „Hospiz am Meer“ in Hage zwei Nächte verbrachte. Peter Daum und seine Frau Claudia haben die Fahrt vom DRK-Kreisverband aus begleitet. Im Hospiz wurden sie herzlichst empfangen und die Mitarbeitenden kümmerten sich rührend um die beiden. Nach langen Aufenthalten in Kliniken war die gemeinsame Zeit kostbar, ein abendliches „Bist Du noch wach?“ oder ein „Guten Morgen“ direkt nach dem Aufwachen etwas ganz Besonderes.

Als Überraschung hatte das „Wünsche werden wahr“-Team eine Fähre nach Norderney gebucht. Über schmale Holzplanken schoben die Männer Monika bis ans Wasser. „Es ging zweimal um die Ecke und dann waren da plötzlich der weiße Strand und das Meer“, erinnerte sie sich später.

Die Reise war anstrengend, körperlich wie emotional. Und auch das Heimweh kam schnell, denn: „Viele denken ja, dass sie am Lebensende noch einmal umziehen müssten – ans Meer oder woanders hin. Aber Heimat ist da, wo die Menschen sind, die man liebt. Freunde, Familie, das zählt.“ Diese eine Reise ans Meer, sie hat sich gelohnt. Es war ein Abschiednehmen auf eigene Art. „Man kann mit seiner Krankheit hadern oder man akzeptiert sie. Und genießt, was bleibt“, sagte sie zum Abschied.

Ein großes Dankeschön geht an das gesamte Team des „Hospiz am Meer“ unter Leiterin Christina Bitiq für die unkomplizierte und herzliche Zusammenarbeit, die Aufnahme von Monika und ihrem Mann für 2 Nächte. Am Ende haben sie sogar die Kosten für die Übernachtung getragen.

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