Einmal die Tochter in der neuen Wohnung besuchen

Vor ihrem Tod hatte Manuela Amend einen großen Herzenswunsch. Sie wollte einmal die neue Wohnung ihrer Tochter besuchen. Dank dem „Wünsche werden wahr“-Projekt konnte ihr dieser letzte Wunsch erfüllt werden.

Limburg. Was der letzte Wunsch für Manuela Amend bedeutete, kann sie selbst nicht mehr erzählen, da sie kurz nach Erfüllung verstarb. Aber ihre Eltern können darüber berichten und erzählen, dass diese Fahrt ihre Tochter „so unwahrscheinlich glücklich“ gemacht haben und das es „gut war, diesen Besuch zu machen.“ Es war ein Geschenk für sie“, so ihre Mutter Margarete Becht.
Die Erkrankung ihrer Tochter war schnell und heftig. Kurz vor Diagnose sei die Enkeltochter Jessica nach Mannheim gezogen und Manuela Amend habe sich die ganze Zeit schon Gedanken gemacht, dass sie ihrer Tochter bei diesem wichtigen Schritt nicht helfen konnte. Zwar habe sie auch zum Ende ihrer Erkrankung nicht darüber gesprochen, dass sie gerne die Wohnung ihrer Tochter sehen würde, doch ihre Mutter hatte dies gespürt und dem Palliativnetzwerk von diesem Wunsch erzählt. Dieses habe dann die Verbindung zu Helmut Petri vom DRK-Kreisverband Limburg hergestellt und alles für die Wunscherfüllung in die Wege geleitet.

Margarete Becht erinnert sich noch gut daran, dass es ihrer Tochter eine Woche vor der Fahrt nicht sehr gut ging. Aber dann habe sie sich nochmal aufgerafft, alle Kräfte mobilisiert und sich auf die Fahrt vorbereitet. Zwischendurch sei immer die Angst mitgeschwungen, dass die Fahrt nicht stattfinden könne, weil sie alleine nicht mehr in die zweite Etage gelangen würde. Doch das Team vom „Wünsche werden wahr“-Projekt sahen darin kein Hindernis. Dafür ist das Team sehr gut ausgestattet, dass Patienten auch über mehrere Stockwerke befördert werden können. Zwei Stunden habe Manuela Amend dann in der Wohnung mit ihrer Tochter verbracht und habe in der Zeit auch keine Schmerzmittel benötigt.

Am Freitag war die Fahrt gewesen, am Wochenende drauf verstarb sie dann. Ihrer Eltern erzählen jedoch gerne über die Fahrt, denn es könne jeden treffen und da sei es wichtig, von diesem Projekt Kenntnisse zu haben. Auch loben sie die sehr gute Versorgung und das Miteinander zwischen Palliativnetzwerk, Krankenhaus und Pflegedienst. Das habe alles dazu beigetragen, dass ihrer Tochter dieser letzte Herzenswunsch erfüllt werden konnte.

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